Hot Love In Stereo, die Jubiläums-Show – 11 Jahre heiße Liebe und Musik im Doppelpack
Lady Eve und Mr. Leu: Niemand parodiert das „All-American-Show-Biz“ so brillant wie sie, denn parodieren heißt bei Evi & das Tier zelebrieren.
Das Jubelpaar macht das Unmögliche möglich: eine Blues-Country-Gospel-Rock'n'Roll-Soul-Show! Songs von Legenden wie Nina Simone, Elvis Presley, Tom Waits oder auch Edith Piaf – bei Evi & das Tier werden sie alle vereint zu einem unverwechselbaren Sound: authentisch einzigartig und brandneu zugleich. Musikgourmets kommen hier also voll auf Ihre Kosten, und es darf auch bodenlos gelacht werden.
Wenn Mr. Leu – das Tier – brachial in die Tasten haut, um das Instrument im nächsten Moment zärtlich zu streicheln, weiß das Piano manchmal gar nicht, wie ihm geschieht. Und wenn dann Lady Eve – die Stummfilmära-Schöne – zum großen spanischen Liebeslied ansetzt, ist es nicht nur um Mr. Leu geschehen. Mit klassischem Kabarett oder gar standardisierter TV-Comedy haben Evi & das Tier allerdings nichts am Hut. Sie erzählen als lebendig gewordene Comic-Figuren, wie man es als Meerschweinchen von der Zoohandlung bis ins Show-Biz schafft, warum für Lady Eve immer Sonntag sein soll, wie man sich auf Hawaiianisch unterhält und wie selbst ein zwei Zentner schwerer Spatz auf das höchste Dach kommt, um einen Ohrwurm von oben hinunter zu pfeifen.
Die Jubiläumsshow wäre natürlich keine Evi & das Tier-Show, wäre sie nicht auch Glamour pur. Lady Eve glitzert in spektakulären neuen Fummeln, die den Zuschauer schlagartig nach Las Vegas versetzen. Mr. Leu hingegen verblüfft wieder einmal durch seine Fähigkeit, selbst in unmöglichsten Positionen eine verdammt gute Figur zu machen, egal in welchem Outfit!
Last but not least: Evi & das Tier haben diesmal keine Geringere als Edda Schnittgard (Queen Bee) bei Ihrem Programm Regie führen lassen. Bei dieser Teamwork stimmt die Chemie, und was sich dabei zusammengebraut hat, hat es in sich.
Anlässlich ihres nunmehr elfjährigen Jubiläums lassen Lady Eve und Mr. Leu diese musikalische Energie-Bombe hochgehen: das neue Programm "Hot Love In Stereo"!
Der biographische Kurzroman von Christoph Ernst.
Das Risiko ist groß, die Ansteckungsgefahr enorm. Eine Show mit Evi & das Tier kann Sie spielend leicht mit einem gefährlichen Virus infizieren. Sein Name: SMC Sexy Music Comedy. Seine Überträger: Evi Niessner und der Mann am Klavier, der sich selbst Leu nennt. Leu wie Löwe, Leu das Tier. Und das ist er, ein Tier. Wenn er mit seinen Pranken in die Pianotasten haut. Wenn er mit leidenschaftlicher Wucht ins Mikrofon röhrt, wenn er mit seinen Endlosbeinen das Klavier regelrecht besteigt. Da kann einem angst und bange werden um die zierliche Evi. Aber keine Sorge, sie kann ihren Leu jederzeit bändigen. Dazu genügt ein Blick, ein gurrender Ton, ein lasziver Hüftschwung im hauteng sitzenden Kleide der Marke Sünde & Versuchung. Da verstummt nicht nur der Leu, auch das Publikum schaut mit schwitzender Andacht auf die Bühne. Denn Evi singt nicht nur vom Fever, sie lässt die Liebe wirklich brennen, lässt die Lust und die Leidenschaft kochend aufsteigen. Der Clou aber, das Tüpfelchen auf dem i, der entscheidende Kick: Evi & das Tier sind neben ihrer außergewöhnlichen Musikalität irrwitzig komisch, spannend und unterhaltsam. Kurzum: Sie sind das Beste, was derzeit auf den Kleinkunst-Bühnen, in Clubs und sonstigen Locations zu sehen ist. Es ist eine Tatsache, dass ein Kölner Kritiker in der Pause der Show zum Handy griff und seine hymnische Begeisterung an die Redaktion durchgab, die das auch noch aktuell druckte. Was macht Evi & das Tier so einmalig? Woher kommt die ungeheure Bühnenpräsenz? Warum sind sie so unschlagbar gut?
Die Antwort ist einfach: weil sie sich lieben. Was wir Abend für Abend auf der Bühne sehen, ist das Ergebnis ihres eigenen Märchens. Und das geht so und ist ganz wahr: 1992 singt Evi in den Mainzer Kammerspielen. Mit ihrem Kirschmund, ihren auf Boudoir-Trägheit geschminkten Augen und ihrer ganzen Sinnlichkeit sieht sie aus wie einem Stummfilm der 20er Jahre entsprungen. Aber sie ist nicht stumm, oh nein. Sie singt, und wie! Schließlich hat sie das Diplom zur Opernsängerin in der Tasche. Sie könnte jetzt die Mimi, die Constanze oder die Carmen singen.
Aber nein, sie steht mehr auf Salonmusik, auf amerikanische Schnulzen, auf Blues und Rock'n Roll und vor allem auf Elvis Presley. Doch dazu später mehr. Ein junger Mann hört und sieht Evi an diesem Abend und ist elektrisiert, aber auch gleichzeitig paralysiert, gelähmt. Er würde ja gerne, aber er traut sich nicht, Evi anzusprechen. Der Mann heißt Leu. Ein Jahr vergeht. Evi zieht abends in Wiesbaden um die Häuser, kommt auch am Hinterhaustheater vorbei. Da sitzt ein Typ am Klavier, spielt Boogie Woogie und Rhythm'n Blues, fetzt, schreit, stöhnt, schwitzt - ein Kraftwerk, das Klavier spielen kann. Evi ist begeistert. Ja, der Typ ist geil. Nach der Vorstellung treffen sie sich, Evi reibt sich die Augen: Vor ihr steht nicht der Pianisten-Adonis von vorhin, sondern ein baumlanger, schüchterner Typ in Birkenstock-Sandalen, der ihr endlich gesteht, sie zu kennen, ihre Stimme und ihr Talent zu verehren, und der sie fragt, ob sie ihm vielleicht Gesangsunterricht geben könne. Ihre Antwort könnte einer Screwball-Komödie der 40er Jahre entnommen sein: »Kann man einem Orkan sagen, wie er zu wehen hat?«
Jetzt kennen sich die beiden immerhin schon mal, aber noch sind sie kein Paar, weder künstlerisch noch privat. Und die Wellen des Schicksals treiben die beiden zunächst wieder auseinander. Evi wird entdeckt für die Rolle der Edith Piaf, obwohl sie bis dato noch kein Wort Französisch spricht. Für einige Zeit ist sie die unumstrittene »zweite Piaf« eine große Ehre in einer Schublade, die ihr aber schnell zu eng wird. Leu erspielt sich derweil in diversen Bands einen festen Namen, und schafft mit seiner Kapelle Crooners den Sprung aus dem Music-Underground in die Oberliga. Erst 1996 treffen sich die beiden wieder. Und jetzt wird's ernst mit dem Spaß: Evi und Leu stellen ihr erstes
gemeinsames Programm zusammen mit Songs unter anderem von Cole Porter und Fats Waller. Am 2. März haben sie damit Premiere und am 17. März hebt sich auch für ihre Liebe der Vorhang. Es hat geknallt, aber richtig feste! Und auch die musikalische Chemie stimmt. Beide lieben Elvis, stehen auf Swing, Bigband-Schmelz und Schräges. Deshalb sind sie alle in ihrem Programm vereint: Elvis Presley, Tom Waits, Duke Ellington, Fats Waller, Nina Simone, Eartha Kitt, Screamin Jay Hawkins. Manchmal bringen Evi & das Tier die Songs naturbelassen, weil sie einfach perfekt und schön sind. Manchmal aber spielen sie damit herum und präsentieren sie so saukomisch, dass dem geneigten Publikum der Atem wegbleibt. Musikalische Spitzenleistungen werden durch Comedy und einen Schuss Erotik zum perfekten Genuss veredelt. Evi und ihr Pianoman leben heute in Berlin. Von hier aus geht es auf Tourneen und zu Gastspielen in ganz Deutschland. Und wo Evi & das Tier singen und spielen, hinterlassen sie ihre Spuren. Sie bringen dieses herrliche SMC-Virus unters Volk. Und wir lassen uns nur zu gerne anstecken.
Denn diese Sexy Music Comedy macht einfach glücklich!
Miss Evi & Mr. Leu führen als Host durch die große Varietéshow